Die Klimatisierung im Wintergarten
Eine gut funktionierende Be- und Entlüftung ist etwas vom Wichtigsten bei Wintergärten. Dazu zwei wichtige Gründe:
- Die Tauwasserbildung an den Glasflächen
Diese tritt bei Isolierverglasung seltener auf als bei einfachen Glasscheiben, ganz vermeiden lässt sich diese Erscheinung nicht. Denn Luft kann bei einer bestimmten Temperatur nur eine bestimmte Menge Feuchtigkeit aufnehmen - wärmere Luft mehr, kältere weniger.
Ist es draussen wesentlich kühler als drinnen, kühlen die Glasscheiben und damit auch die an ihnen aufliegende Luftschicht ab; der überschüssige Wasseranteil schlägt sich an den Scheiben nieder.
Bei Einfachverglasung geschieht das bereits bei einer Aussentemperatur von unter 14°C, wenn innen eine Temperatur von 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 55% gemessen wird, bei Isolierverglasung erst, wenn draussen fast der Gefrierpunkt erreicht ist (ca. 1°C, siehe technisches Merkblatt „Taupunkt"). - Die Erhitzung bei längeren sommerlichen Temperaturen
Bei allzu geringem Luftaustausch kann es in einem Südwintergarten ohne Sonnenschutz zu Temperaturen von über 60°C kommen, mit Beschattung noch immer bis zu fast 40°C. Ja selbst ein Nord-Wintergarten kann sich im Sommer auf über 40°C aufheizen.
Was ist deshalb vorzukehren?
Um eine erträgliche Raumtemperatur zu erreichen, muss der Wintergarten wirkungsvoll be- und entlüftet werden.
Neben dem Abbau von überschüssiger Hitze werden dabei gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit und die Sauerstoffzufuhr geregelt.
Dazu muss man wissen: Eine Person benötigt 20 bis 30 Kubikmeter Frischluft pro Stunde für das eigene Wohlbefinden
Be- und Entlüften nur über die Türen ist unrealistisch, da ja ein Hitzestau im Wintergarten auch bei Abwesenheit verhindert werden muss.
Je nach Wintergartenkonstruktion ist das Klima im Wintergarten über Schiebe Dachlüftungsfenster, Vertikal-Kippfenster oder auch elektrische Lüfter regulierbar. Besonders effektiv ist die klimatisierende Wirkung, wenn Frischluft aus bodennahen Bereichen nachströmen kann.
Thermogreen empfiehlt Boden-Dosierlüfter. Frische Luft strömt auf der ganzen Lüfterbreite zugfrei und gleichmässig ein.
Die Lüftungen sind mit Edelstahl-Fliegengittern als Schutz gegen Ungeziefer ausgestattet.
Unsere modernen, energiesparenden Wärmepumpen-Vollklimasysteme geben Ihnen die Möglichkeit, jedes Wetter "in den Griff" zu bekommen. Fragen Sie uns!
Überlegungen zur Heizung
Wenn Sie einen beheizten Wintergarten realisieren möchten, können Sie beispielsweise die bestehende Heizung des Wohnhauses mit einbeziehen oder eine separate Heizquelle installieren.
Wichtig ist zu wissen: Warme Füsse geben ein behagliches Gefühl !
Ein behagliches Wärmegefühl entsteht schon ab 2° Unterschied zur Umgebungstemperatur!
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Wintergarten zu temperieren oder zu beheizen:
- Radiator
Vorteile: Kostengünstig bei geringem baulichem Aufwand.
Nachteil: Erzeugt eine örtliche, ungleichmässige Konvektion im Wintergarten, zudem bildet sich Kondenswasser auf dem kalten Boden. - Cheminée
Vorteil: wirkt behaglich
Nachteil: Analog Radiator - Konventionelle Bodenheizung
Vorteile: Relativ kostengünstige Investition, diese Art Bodenheizung kann an die bestehende Heizung angeschlossen werden.
Nachteile: Das Aufbauschema für diese Art Bodenheizung erfordert eine Dampfsperre, Hartschaumisolation, Heizung und Unterlagsboden von 6 bis 8 cm.
Das System reagiert zudem sehr träge, auch passt es sich bei Temperaturschwankungen nur ungenügend an. Es ist einmal zu warm oder zu kalt. Für Wintergärten deshalb nur bedingt geeignet.
Thermogreen empfiehlt das einfach aufzubringende Thermonet-Millimetersystem.
° Die besonders robusten Heizdrähte auf einem Gitternetz aufgenäht, lassen sich in beliebiger Form zuschneiden und auslegen. Dies bedeutet, dass nur die Stellen im Wintergarten temperiert werden, wo Sie es benötigen.
Geeignet sind Wintergarten-Fussbodenbeläge wie z.B. Keramik, Marmor, Granit, Parkett usw.
Das Thermonet-Heizsystem kann auch über eine konventionelle, wassergeführte Boden-Heizung gelegt werden, um z.B. das übliche Heizsystem zu entlasten. Mit dem präzisen Bodenfühler wird nur bei Bedarf Energie bezogen.
Temperiert und frostfrei gehalten wird mit 100 Watt/qm.
Als volltaugliche Temperierheizmatte werden 150 bis 200 Watt/m² benötigt.
