Das Anforderungsprofil Ihres Wintergartens
Ihr Wunsch sollte ja konkret werden. Überlegen Sie sich deshalb: Soll der Wintergarten primär als Wohnraum oder als Sitzplatzverglasung dienen? Ist er Essraum, Eingangsbereich, oder Arbeitsplatz, nutzen Sie ihn vielfach für den Empfang von Gästen? Wo liegen die Prioritäten?
Tipps zur Planung eines Wintergartens
- Kostengünstig und energiesparend bauen beginnt mit einfachen Grundrissformen. Rechteckige, in die Länge gezogene Grundrisse ohne Auskragungen sind von Vorteil.
- Nach Süd, Südost oder Südwest ausgerichtete Wintergärten eignen sich gut für die Ganzjahres-Nutzung, müssen sich aber grosszügig öffnen lassen. Nördliche Ausrichtungen: Heizung gut dimensionieren.
- Hohe Wintergärten überheizen weniger und lassen sich im Sommer besser entlüften.
- Dunkle Böden erhöhen die Wärmegewinnung. Verwenden Sie Böden aus Keramik- oder Natursteinplatten. Damit erreichen Sie die Wirkung eines Wärmespeichers. Der Boden gibt Wärme ab, wenn es abends kühler wird.
Das Fundament
Ob ein Fundament erforderlich ist oder nicht hängt davon ab, ob Sie den Wintergarten auf einen Balkon oder eine Dachterrasse vorsehen oder ihn zu ebener Erde erstellen möchten. Über die Wahl der vielseitigen Möglichkeiten beraten wir Sie gerne.
Beim Aufbau auf Balkone und Dachterrassen müssen die Tragfähigkeit und Montagemöglichkeiten beachtet werden.
Aufbauten auf ebener Erde benötigen ein frostsicheres Fundament. Für Wintergärten empfiehlt sich ein Streifenfundament, das zumindest 60 bis 80cm tief in den Boden reicht. Bereits bestehende Fundamentplatten aus Beton sind nicht frostsicher, wir empfehlen deshalb diese abzutragen.
Bei temperierten Wintergärten ist eine Dämmung der gesamten Bodenfläche sehr wichtig; diese Dämmschicht muss je nach verwendetem Dämm-Material mindestens 4 cm stark sein und einen U-Wert von 0,50W/m² K aufweisen. Bodentemperierungen und Frostsicherungen von unseren eigenen Thermonet-Bodentemperiermatten sind elektrisch betriebene Millimeterheiznetze mit relativ niedrigen Wattzahlen von 150W/m2. Diese sind in der Regel bewilligungsfrei, da sie keine heiztechnischen Einrichtungen im gesetzlichen Sinne sind. Trotzdem erreichen Sie eine angenehme, gleichmässige Temperierung des Wintergartens, vor allem wenn hochisolierende Wärmeschutz-Isoliergläser eingesetzt werden. Fragen Sie uns danach.
Der Bodenbelag
Die Wahl des Belages muss ebenfalls bedacht sein. Es sind verschiedene Möglichkeiten zu berücksichtigen und gegenseitig abzuwägen:
- der mögliche Energie-„Gewinn"
- die Eignung für die vorgesehene Nutzung und
- die Erscheinung.
Im Idealfall speichert das Material des Belages sehr gut die von der Sonne zugeführte Wärmeenergie entsprechend der Nutzung des Wintergartens als Wohn- und Aufenthaltsraum oder als unbeheizte Sitzplatzverglasung. Der Belag grenzt sich zudem bewusst, aber nicht aufdringlich gegen den anschliessenden Innen- und Aussenraum ab.
Zu beachten ist:
Je besser die Wärmeleit- und Speicherfähigkeit eines Bodenbelages ist, umso mehr und schneller kann er Wärme speichern und bei Abkühlung wieder freisetzen.
Ideale Baustoffe sind:
Bodenbeläge aus Keramikplatten oder Natursteinplatten.
Abraten möchten wir von einem Holz-Fussboden oder einem Teppichbelag. Einerseits wegen der minderen Wärmespeicher- und Abgabefähigkeit und andererseits wegen der Gefahr eines „muffigen" Wintergartenklimas und der Hygiene. Holz/Parkett hat zudem die Neigung, bei grosser Luftfeuchte zu "stossen", es verwirft sich.
